Erfolgreiche Weiterbildungen zur Fachkraft Kinderschutz

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Erfolgreiche Weiterbildungen zur Fachkraft Kinderschutz

Vier pädagogische Fachkräfte aus unserem Verbund sind erfolgreich zur Fachkraft Kinderschutz fortgebildet. Sie verfügen nun über ein fundiertes Fachwissen.

Eine frühzeitige Wahrnehmung von kindeswohlgefährdenden Verhältnissen ist nach der Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes im Januar 2012 eindeutig formuliert. Dies fordert besonders die MitarbeiterInnen in den Kindertageseinrichtungen heraus, denn sie sind in diesem Zusammenhang gefragt, da sie die erste öffentliche Einrichtung sind, die Kontakt zu den Kindern und deren Familie bekommt.


Die frühzeitige Risikoeinschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung ist eine herausfordernde und schwierige Aufgabe im Kita-Alltag. Um dieses Risiko jedoch fachlich und angemessen einschätzen zu können, sind im Februar diesen Jahres (v.l.) Chiara Vogel (Kita St. Josef), Maren Buchner (Kita Hand in Hand), Silke Attermeyer (Kita Kleine Freunde) und Petra Sträter (Kita St. Antonius) gestartet, um sich an 8  Seminartagen intensiv in der Familienbildungsstätte Rheine weiterzubilden. Das Ziel hieß, schon im Vorfeld professionell handeln zu können. Die von der FBS Rheine organisierte und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund Rheine durchgeführte und breit aufgestellte Fortbildung, vermittelte vor allem Einschätzungskriterien und fundierte Sachkenntnis über die Vorgaben des § 8a SGB VII, der einen erweiterten Schutzauftrag darstellt. Darüber hinaus wurden Kenntnisse über bestehende Strukturen und Vernetzungsmöglichkeiten vor Ort zur Unterstützung bei dem Verdacht von Kindeswohlgefährdung als Themen behandelt. So erfolgte eine gelungene Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Rheine, der Bereich Opferschutz der Polizei sowie der Frauenberatungsstelle. Die Leiterin der FBS Ulrike Paege betonte bei der Zertifikatsübergabe, dass Sie dieses hohe Engagement für den Kinderschutz bei den Teilnehmenden sehr zu schätzen wisse. Mit ihrem erworbenen Fachwissen stehen die Mitarbeitenden nun den Kolleg*innen in den Kindertageseinrichtungen als erster direkter Ansprechpartner zur Verfügung, so Eggenkämper als Referentin der Fortbildung.

 

In 68 Unterrichtseinheiten wurden Themen, wie  die psychosexuelle Entwicklung von Kindern mit dem Schwerpunkt belastender Erfahrungen durch sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt, Ressourcen und Resilienzen im Hinblick auf Kinder in belastenden Lebenssituationen, Methoden der kollegialen Beratung, Gesprächsführung mit Eltern in belastenden Situationen und das Themenspektrum von traumatischer Erfahrungen bei Kindern ausgelöst durch Kindeswohlgefährdung bearbeitet. Begleitet wurden die Teilnehmenden von der FBS von Leiterin Ulrike Paege, sowie der Lehrgangsleitung Frau Jana Eggenkämper Mitarbeiterin des Deutschen Kinderschutzbund Rheine.